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1. Was sind derzeit Ihre interessantesten Projekte?

Durch Corona mussten einige spannende Projekte neu ausgerichtet und hinten angestellt werden. Es ging um neue Produkte und Services bei unseren Unternehmen im Special Interest Segment und in der Logistik. Nun liegen die Schwerpunkte mehr im Effizienzbereich unserer Verlagsdienstleister. Aber dies wird sich ändern und wir kommen dann auch wieder mit den ursprünglichen Projekten weiter. Generell beschäftigen sich natürlich alle regionalen Medienhäuser mit der Digitalisierung der Produkte und dem Verkauf der produzierten Inhalte über alle Medienkanäle. Dabei ist es meiner Ansicht nach von besonderer Bedeutung, die lokale und regionale Berichterstattung deutlich zu intensivieren. Die Inhalte müssen zu einem „must have“ werden. Nur so lassen sich adäquate Erlöse erzielen, die auf Dauer das Geschäftsmodell finanzieren.

2) Wo befinden Sie sich in der (digitalen) Transformation?

Die Rheinische Post Mediengruppe ist mit der Weiterentwicklung ihrer digitalen Produkte schon sehr erfolgreich unterwegs. Dies betrifft neben den Zeitungen auch die Fachmedien. Beteiligungen an Portalen und Plattformen ergänzen das digitale Portfolio. Wesentlicher Bestandteil einer Transformation sind die Menschen und die Organisation. Dabei ist es wichtig, neue Berufsbilder, wie z.B. Datenanalysten, in die bestehende Organisation zu integrieren und ihnen kreativen Freiraum zu verschaffen. Unsere Herausforderung ist, auch für diese neuen digitalen Berufsbilder eine attraktive Adresse zu sein. Ich finde, dies gelingt uns bisher ganz gut. Dabei spielt unsere Verankerung in der Region schon eine Rolle.

3. Wie erleben Sie Ihren Arbeitsalltag im Bezug auf Führung und Distanz (Homeoffice)?

Mein Arbeitsalltag hat sich schon sehr verändert. Mir fehlt der direkte spontane Austausch mit meinen MitarbeiterInnen, GeschäftspartnerInnen und KollegInnen aus der Branche. Viele gute Ideen sind durch ein persönliches Gespräch entstanden. Dies hat sich deutlich reduziert. Die zufällige Begegnung in der Kantine oder auf dem Flur gibt es zur Zeit nicht mehr. Die Kommunikation findet nun in Videocalls etc. statt. Das funktioniert gut und wird uns sicherlich in einem geeigneten Maße erhalten bleiben. Wir alle haben schnell gelernt, mit diesen Tools professionell umzugehen. Ich denke dennoch oft an unsere MitarbeiterInnen im Home Office und bin mir sehr bewusst, dass es eine Reihe von Schwierigkeiten und Härten gibt.

4. Krise als/ohne Chance: Wo sehen Sie Herausforderungen?

Es gibt immer zwei Seiten. Natürlich ist in vielen Bereichen die Krise ein „Beschleuniger“. Geschäftsmodelle, die schon vor der Krise geschwächelt haben, werden nur schwer überleben. Wir werden sehen, wie und ob einzelne Branchen/Unternehmen aus der Krise herauskommen. Andererseits haben sich enorm viele Unternehmen den Herausforderungen gestellt und sich deutlich schneller gewandelt als vorher angenommen. Der digitale Verkauf in sehr vielen Produktbereichen hat einigen Unternehmen auch große Chancen eröffnet. Das Thema Schnelligkeit hat eine ganz andere Bedeutung gewonnen. Jahrelange Produktentwicklung, komplizierte Prozesse oder Abläufe sind Killer auf dem Weg zum Erfolg. Partnerschaften werden auch in unserer Branche immer wichtiger. Nicht nur innerhalb der Branche sondern auch und gerade mit Unternehmen, die exzellente und effiziente Services und Dienstleistungen anbieten.

5. Was beschäftigt Sie aktuell (privat/gesellschaftlich)?

Mich beschäftigt aktuell gerade die Übergabe meiner Geschäftsbereiche an meine Kollegen. Ich werde nach 15 Jahren bei der Rheinische Post Mediengruppe das Haus im Laufe des Jahres verlassen. Ich freue mich auf das „Mehr“ an Zeit und bin sicher, dass ich mich auch in Zukunft auf die ein oder andere Weise mit den Entwicklungen und der Transformation in unserer spannenden Medienwelt beschäftigen werde.

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