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1. Was sind derzeit Ihre wichtigsten Projekte?

Das Jahr 2021 ist – wie die anderen Jahre zuvor – voller Projekte: neben der Durchführung des Radio Advertising Summits und auch des Radio Advertising Awards werden wir auch in diesem Jahr den Deutschen Podcast Preis verleihen und den Deutschen Radiopreis durchführen. Natürlich sind die Planungen für alle diese Projekte der aktuellen Situation unterworfen und wir müssen je nach Machbarkeit in Szenarien denken und irgendwann entscheiden, wie die Projekte realisiert werden können – ob real oder digital.
Die allgemeine Arbeit für die Gattung Radio / Audio, die gerade jetzt so enorm wichtig ist, darf natürlich keinesfalls leiden, sondern muss ebenfalls immer wieder überprüft werden. So verfahren wir bei allen Aktivitäten und passen uns der Situation an.

2. Digitale Transformation - wo stehen Ihre Mitglieder heute und wo wird die Reise hingehen?

Unsere Mitglieder – sowohl Radiosender als auch Vermarkter – sind gut aufgestellt. Das waren sie aber auch schon vor der Krise, denn gerade im Medienbereich kann man digitale Transformation nicht ignorieren. Man muss alle Entwicklungen mitgehen, die der Hörer geht – schon lange kommen Radioinhalte nicht mehr nur über den Ausspielweg UKW zu den Hörern, sondern eben auch über Smart Speaker, Streaming und auch über On-Demand-Angebote wie zum Beispiel Podcast. Radio in Deutschland ist ja bekanntlich gerade 100 Jahre alt geworden, seine nach wie vor sehr hohe Akzeptanz und Nutzung zeigt, dass dieses Medium sich ständig weiterentwickelt und mit der Zeit geht. Ich bin absolut optimistisch, dass dies auch in Zukunft so sein wird – Radio ist Veränderungen gewohnt.

3. Wie erleben Sie Ihren Arbeitsalltag im Bezug von Führung auf Distanz?

Die aktuelle Zeit zwingt uns, den Arbeitsalltag auf Distanz zu leben. Ich hätte mir eine solch lange Zeit des mobilen Arbeitens und Führens vor der Krise nicht vorstellen können, aber wir lernen ja gerade alle. Es gab viele Dinge, die schneller zu einer neuen Routine geführt haben, als man vermutet hat. Ich bin in diesem Zusammenhang auch sehr stolz auf mein Team, welches sich in enormer Geschwindigkeit auf die neuen Erfordernisse eingestellt hat und einfach mit dem Blick nach vorn weiter die Projekte angegangen ist. Natürlich ist persönliche Begegnung nicht durch Video- und Telefonkonferenzen zu ersetzen. Ich persönlich lebe im Arbeitsalltag „offene Türen“, denn ich schätze den direkten Austausch sehr. Wir Menschen sind nicht kreativ aus uns selbst heraus, sondern durch Austausch und Miteinander entstehen neue Ideen und Dinge. Ich freue mich, wenn diese Arbeit auf Distanz endlich ein Ende hat, denn auch die Zwischentöne, die für das Führen eines Teams sehr wichtig sind, kann man über digitale Kommunikation nicht so gut wahrnehmen, wie über das Zusammenarbeiten vor Ort.

4. Krise als/ohne Chance: Wo sehen Sie aktuelle Herausforderungen?

Nach der Pandemie wird nicht alles wieder so sein, wie vorher. Viele Dinge haben sich verändert – wir arbeiten viel digitaler, als vorher, die Wertewelten haben sich durch die Krise verschoben, der Arbeitsalltag wird sicher auch nach der Pandemie stärker mobil sein, als vorher. Es gilt, die Dinge, die neu in unserem Leben Einzug gehalten haben und einen Schritt nach vorn darstellen, weiter beizubehalten. Insofern wohnt jeder Krise eine Chance inne. Aber wir Menschen sehnen uns auch nach Normalität, nach Sicherheit, nach Stabilität und auch nach Nähe. Deshalb ist es wichtig, genau darauf Antworten zu finden und als Gesellschaft zusammen zu rücken. Jeder kann dazu einen Beitrag leisten.

5. Wie gehen Sie persönlich mit der Pandemie um?

Ich nehme die Situation so gut ich kann an. Es hilft ja kein Jammern, sondern Besonnenheit ist angesagt. Das gilt für alle Bereiche – den Beruf, in dem inhaltlich Projekte weiter umgesetzt werden müssen und ein Team, welches Anspruch auf Orientierung auch in dieser Zeit hat. Und natürlich ist dieses Virus auch privat eine Zumutung, familiäre Zusammentreffen sind auf lange Zeiten unterbrochen – besonders Weihnachten empfand ich das als sehr belastend. Wir sind da – wie viele andere Familien auch – tatsächlich auf Videokonferenz am Heiligabend und den Feiertagen ausgewichen – daran werde ich mich mit Sicherheit ein ganzes Leben erinnern, wenn wir wieder normal zusammen kommen können an Weihnachten.

Martin Ludwig gehört zu den 25 wichtigsten Personalberatern, die Sie kennen sollten.

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