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1. Was sind derzeit Ihre interessantesten Projekte?

Meine spannendsten Projekte finden im Bereich Entrepreneurship und der Unterstützung von Start-ups statt. An der TH Köln bauen wir einen zentralen Inkubator mit integrierter Prototypenwerkstatt sowie einem umfangreichen Programm der Entrepreneurship Education auf. Studierende und junge Gründer*innen für unternehmerisches Denken und Handeln zu sensibilisieren und zu qualifizieren sowie ein Netzwerk aufzubauen, ist eine sehr inspirierende Aufgabe.

2. Wie nutzen Sie die digitale Transformation mit Studierenden und Start-ups und welche Ergebnisse erwarten Sie?

Digitalisierung macht raumunabhängige und zeitlich flexiblere Lehre möglich, zeigt aber auch, dass das „Lernen aus dem Netz“ nicht die akademische Diskussion und die Vernetzung an der Hochschule ersetzen kann. Die TH Köln ist mit verschiedenen Formaten der digitalen Lehre sehr gut aufgestellt. Im Bereich der digitalen Netzwerkveranstaltungen hingegen erwarte ich noch Bewegung. Für viele Start-ups ist die Digitalisierung Grundvoraussetzungen für die entwickelten Lösungen. Da wird die Transformation ganz selbstverständlich mitgedacht.

3. Wie erleben Sie Ihren beruflichen Alltag in Bezug auf Lehren aus der Ferne?

Wir erleben eine neue Agilität der Hochschulen – das ist sehr spannend! Im Bereich der digitalen Hochschule ist die TH Köln dank eines engagierten Zentrums für Lehrentwicklung gut aufgestellt. Wir experimentieren und etablieren neue Formate, die von beiden Seiten – Lehrenden und Studierenden – Mut und Disziplin erfordern. Eine wichtige Erkenntnis ist, dass wir die Studieninhalte auch digital gut vermitteln können – Augenkontakt und der direkte Austausch sind aber unersetzbar.

4. Krise als/ohne Chance: Wo sehen Sie mögliche Herausforderungen?

Die Herausforderung ist es, die Krise wirklich als Chance zu sehen – darin sehe ich auch den Kern des unternehmerischen Denkens und Handelns. Abwarten hilft meist nicht! Privat, wie beruflich muss ich mich fragen, wie kann ich das Beste aus dieser Zeit machen, wie kann ich die Herausforderungen nutzen, was kann ich lernen? Dazu gehört auch die Entwicklung von neuartigen Lösungen in Form von innovativen Geschäftsmodellen.

5. Wie gehen Sie selbst mit der Pandemie um?

Durch die Krise sind uns allen bestimmte Dinge viel bewusster geworden. Vor allem, dass jeder einzelne einen Unterschied macht und Solidarität ein wichtiger Baustein des Miteinander ist. Zudem gibt es harte Grenzen der Globalisierung. Ich freue mich wieder auf die Zeit, wenn ich wieder persönlich im Hörsaal stehen darf und in den direkten Austausch mit meinen Studierenden und den Start-up-Teams gehen kann. Privat haben die reduzierten Kontakte deren Qualität erhöht. Ich freue mich auf die Zeit, wenn Reisen und Zusammentreffen wieder möglich sind.

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lt. kress pro 09/2020

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